Willkommen auf meinem Blog. Dieser wird von mir dazu benutzt, Dateien und Ideen so zu speichern, dass sie öffentlich abgerufen werden können. Die Dateien werden für Lehrerfortbildungen beim OFZ genutzt. Über Rückmeldungen und Kommentare freue ich mich. Armin Schudey
Der Erfolg […] mit den finanziellen Mitteln des DigitalPakts Schule wird von der Bereitschaft der jeweiligen Entscheidungsträger innerhalb der Länder und Kommunen abhängen, sich zu öffnen, transparenter zu agieren, regionale Potenziale in die Prozesse zu involvieren und attraktive Freiräume für die Entwicklung von wirksamen Konzepten und Innovation zu ermöglichen. Das kann nur in einem gesamtgesellschaftlichen Dialog und einer veränderten Haltung gelingen.
Mit der Bekanntgabe der Schulschließungen am 14.03.2020 zeigt sich die Dringlichkeit dieser Forderungen. Als Basis muss sich der Schulträger in Absprache mit den Schulen m.E. um Internet als Grundversorgung verwirklichen.
Wenn wir uns als Schulträger und als Schule ernsthaft zur Schließung der „Digital Gap“ positionieren, müssen wir Stellung zu diesen beiden Aspekten nehmen. Eine Antwort dürfte dann nur I oder O lauten. Mein Ziel ist I.
Hier sollen exemplarisch zwei Fundstücke genannt werden, die nicht nur auf den Inhalt zu reduzieren sind.
Am 30.04.2020 hielt Rene Wilke, Oberbürgermeister von Frankfurt/Oder, eine bemerkenswerte Rede über Entscheidungsträger in Zeiten von Corona. Ein Dank geht an Ihn und an diejenigen Entscheidungsträger*innen, die sich in Ihm wiedererkennen.
Nach einem öffentlichen Lehrerbashing (bezüglich Technik, Fernunterricht, Schule in Zeiten von Corona, …), welches in einem kontrovers diskutierten Leitartikel „Liebe Lehrer, euer Versagen ist unser Untergang“ vom 23.04.2020 einen vorläufigen Höhepunkt fand, zeigt mit „Das liegt ja gar nicht an den Lehrern ?!“ vom 28.04.2020 eine andere Perspektive auf, die zumindest die Arbeit der Lehrer mit Menschen würdigt.
Vorteile des Aufgabenmoduls von IServ sind bereits hier beschrieben. Damit lassen sich prima Aufgaben verteilen. Die Schüler gewöhnen sich sehr schnell daran. Es gibt nur vereinzelte Rückfragen zu der Frage „Ist die Datei tatsächlich hochgeladen?“. Wiederholung schafft vertrauen.
Für die Schüler und Eltern ist die Bereitstellung der Aufgaben entweder über eine Mail oder besser nur über das Aufgabenmodul von Vorteil, weil es einheitlich ist und nur in IServ verortet ist.
Wenn ich an den Aufgabeninhalt denke, stehe ich vor einem Dilemma. Kurz, ausführlich, Eventualitäten, Nationalitäten, Nachteilsausgleich, Datenvolumenbegrenzung. Wir werden keine zufriedenstellende Lösung für dieses Dilemma finden, bis die Schüler zu Hause ein eigenes Gerät (>9Zoll am besten mit Stifteingabe) haben. Wenn ich heute lesen, dass das Oktoberfest abgesagt ist, sollte vielen klar werden, dass wir diese Form des Unterrichts auch nach den Sommerferien weiterführen müssen. Mit wir meine ich Lehrer, Schüler, Eltern. Wir müssen uns um ein Gerät pro Schüler kümmern. Je eher desto besser.
Nicht neu ist die Erkenntnis, dass Lesen nicht der einzige Zugang zu Informationen ist. Verschiedenen Schülergruppen fällt das Lesen schwer. Aufgabenformate müssen anders gestaltet sein. Wenn wir bereits eine flächendeckende Geräteausstattung eingeführt hätten, wäre OneNote mit seiner Vorlesefunktion ein Thema gewesen. Im Google Chrome Browser (für den PC) funktioniert das Plug-In „Talkie“ wie ich finde zufriedenstellend. Da das Plug-In kostenlos ist, müssen wir davon ausgehen, dass entsprechend „mit Daten bezahlt“ wird. Auf iOS funktioniert „Text vorlesen“ ziemlich gut. Es wird bestimmt noch andere Apps/Plug-Ins geben.
Mir müssen uns bei der gerade begonnenen Zettelschlacht Gedanke über die schwächeren Leser machen. Eine Tonaufnahme parallel zum Arbeitsblatt ist mit „Bordmitteln“ aller Smartphones schnell gemacht und bei IServ hochgeladen. Meine Schüler fanden die mündliche Rückmeldung zu ihren Arbeitsaufträgen sehr gut. Gleichzeitig führt es zu einer Bindung mit den Schülern in Zeiten vom Fernlernen
Im Gegensatz dazu ist das Video datenintensiver vor allem wenn es unkomprimiert bei IServ als Dateianhang hinzugefügt wird. Hier habe ich anstatt eines Videos eine Internetseite mit Spark Page erstellt und dort einige kurze Videos eingebettet. Ähnlich wie bei YouTube werden die Videos gehostet und datensparsam gestreamt. Die Videos bestehen hier sogar nur aus Fotos die mit einer Tonspur versehen werden. Die Musik lässt sich deaktivieren, das Outro am Ende leider nicht.
Das folgende Beispiel (bitte auf das Bild klicken) zeigt die Besprechung einer Mathematikarbeit. Die Schüler haben die Arbeit geschrieben, erhalten jetzt diese Seite mit eingebetteten Videos zu jeder Aufgabe und sollen die Arbeit „nochmal“ schreiben.
Beim Titelbild könnte ich schreiben „Bitte achte darauf, dass du die Formel für den Flächeninhalt eines Trapezes nimmst. Zudem unterscheide die Höhe des Trapezes von der Höhe des Körpers.“ Ja, das haben wir im Vorfeld geübt. Hier erhalten die Schüler diesen Tipp nochmal über einen anderen Lernkanal.
Spark ist kostenlos, ich kann Lehrern bei Interesse einen Schulzugang freischalten. Eine „private“ Anmeldung ist auch sonst kostenlos möglich.
Das Produkt hat mich von der ersten Sekunde gefesselt. Videos besprechen, einbetten, Pixabay Bilder mit einer cc-by-sa- ähnlichen Lizenz sind kostenfrei nutzbar. Der Aufbau ist intuitiv und schnell zu erlernen. Es lohnt sich.
Einige wenige YouTube-Erklärvideos habe ich selber erstellt. Die Aufgabe ist nicht ganz trivial. Auch wenn mir die Sparks leichter fallen, gibt es bei YouTube-Videos einen großen Vorteil: die Akzeptanz. Jeder kennt und nutzt YouTube. Es ist hinsichtlich Lernen auch bei Eltern positiv besetzt, auch wenn es vor 2 Monaten noch kritische Eltern bezüglich des Einsatzes dieser Lernvideos im „herkömmlichen“ Unterricht gab.
Über unsere Homepage habe ich eine Lernumgebung zum Thema rationale Zahlen/Terme/Klammern/Multiplikation von Summen/Binomische Formeln freigeschaltet. Hier habe ich keine eigenen Videos eingebettet, sondern aus meiner Sicht gute Erklärungen von z.B. LehrerSchmidt. Mein Schwerpunkt lag hier auch dabei, die h5p-Module auszuprobieren, auch wenn ich nicht alle genutzt habe. Zusammen mit der Einbettung von learningapps möchte ich eine Vielfalt zeigen. Zudem gibt es Rückmeldeaufträge.
Wenn ich an die Art und Weise der Aufgabenstellung von 180grad-flip denke, werde ich zudem noch QR-Codes/kurze Links einfügen, um den Schülern auch die direkte Rückmeldung (auch als PDF von den Eltern ausdruckbar) zu ermöglichen.
Fazit:
Nutze audivisuelle Lernkanäle. ja, es geht auf Kosten der Datensparsamkeit. Wir werden meiner Meinung nicht um diese Form des Unterrichtens herum kommen. Nur PDFs und Papier sind nicht genug. Hab Mut und probiere dich aus. Viele Schüler werden dir positive Rückmeldung geben.
Als nächstes steht dann wohl ein Insta-Kanal an 😉 Ich nicht aber die Kollegin mit der Abkürzung hat es zumindest ausprobiert.
Sebastian Schmidt hatte dieser Tage eine sehr gute Idee: Sollten wir uns nicht verabschieden von Wünschen und stattdessen die letzten Wochen Revue passieren lassen, indem wir darüber schreiben, was beim digitalen Fernunterricht funktioniert hat?
Was hat in den letzten Wochen funktioniert?
Was hat in den letzten Wochen nicht funktioniert?
Was kann man davon lernen?
Die #EduPNX sammeln Erfahrungsberichte, Ideen, Anregungen und Impulse, die allen Lesenden helfen sollen, wie sie weiter mit dieser Situation umgehen können.
Hier gibt es eine interessante Liste mit Beiträgen. Die Material-Liste erspare ich hier, auch wenn sie wieder einige für mich neue Links beinhaltete.
Nibis stellt eine Vorlage für Comics frei im Netz zur Verfügung. Zudem gibt es so einige Apps und Internetseiten. Es muss ja nicht immer PuppetPals sein 😉
Wenns keine App sein soll, gibt es hier und bei YouTube hervorragende Ideen, einfache Strichmännchen zu zeichnen.
„So, wie es momentan aussieht, werden die Schulen nicht wieder für alle Schüler*innen öffnen können. Das bedeutet, dass viele Lehrer*innen sich wieder auf den digitalen Fernunterricht einstellen müssen. Die Voraussetzungen sind dabei sehr unterschiedlich, weshalb ich an dieser Stelle das Etherpad nochmals für Anfänger*innen beschreiben möchte, die keinerlei Vorerfahrung haben.
Was ist ein Etherpad?
Ein Etherpad ist ein von überall aus dem Netz anzusteuerndes Dokument, auf dem man zusammen oder alleine schreiben kann.“ Bob Blume
Gemeinsam Aufgaben zur Verfügung stellen statt im Jahrgang fünfmal die gleichen Aufgaben stellen
= Eine Online-Lernumgebung ohne Vorkenntnisse zusammenstellen
Hier gibt es einen Einblick in eine Lernumgebung, die ich für unsere Matheschüler ab Klasse 7 zusammengestellt habe. Sie ist nach einem Dreischritt gestaltet:
1) Input über ein Lernvideo (Youtube, aber nicht von mir) 2) Erste einfache Übungen, meist interaktiv, mit direktem Feedback 3) Rückmeldung an die Lehrkraft
Die Auswahl an interaktiven Übungen ist insgesamt viel größer. V.a. in den Bereichen GSW und Sprachen lassen sich aus viel mehr vorgefertigten Übungen und Formen z.B. Sprachaufnahmen auswählen.
Wenn du Interesse an einer Einarbeitung hast, dann nimm doch hier am Mittwoch, um 10h an der Videokonferenz teil: link (intern)
Ich habe dabei positive Erfahrungen gemacht, mit zwei Geräten zu arbeiten: 1) Tablet für den Videostream 2) Mouse-Gerät zum Ausprobieren.
Wenn du parallel ausprobieren möchtest, dann melde dich bis Dienstag Abend bei mir, ich richte dir dann einen Zugang bei unserer Internetseite ein, sodass du (nur deine) Seiten erstellen und löschen und veröffentlichen kannst.
Die Möglichkeit SuS einen Videostream anzubieten, ist bei den von G.H.Tonne geforderten 3 Stunden Homeschooling ziemlich wichtig, damit die Schüler auch eine direkte Rückmeldung erhalten können. Mir sind die Auswirkungen/ Probleme klar. Das Angebot an sich finde ich gut.
IServ bietet uns nun ein datenschutzkonformes Videokonferenz-Tool an. Wie immer gibt es „Kinderkrankheiten“ und nicht immer funktioniert alles so, wie man es sich vorstellt. Und wir müssen erst uns und dann die Schüler daran gewöhnen.
Morgen, Dienstag, bin ich zwischen 10h und 11h in diesem Raum